Kaisers Mar ine
 

S.M.S. ARCONA

S.M.S. Arcona war ein Kleiner Kreuzer der Kaiserlichen Marine und das 9. Schiff der Gazelle-Klas­se. Dem Stapellauf am 22.04.1902 auf der A.G. Weser-Werft in Bremen folgte die Indienststellung am 12.05.1903. Die Besatzungsstärke wird mit 270 Mann angegeben.

Nach Abschluss der Erprobung gehörte das Schiff vom 18.07.1903 bis zum 04.04.1907 zum Ver­band der Aufklärungsschiffe. Nach dem Ausscheiden aus dem Flottendienst fand das Schiff im Aus­landsdienst weitere Verwendung und verließ Wilhelmshaven am 27.08.1907 in Richtung Südostasi­en. Dort angekommen erfüllte die Arcona die typischen Aufgaben eines Auslandskreuzers und zeig­te auf zahlreichen Fahrten mit dem Besuch vieler Häfen in Japan, China und den deutschen Koloni­algebieten Flagge. Weiterhin war die Arcona auch an der Beendigung eines Aufstandes der einhei­mischen Bevölkerung auf Samoa gegen die Kolonialherren beteiligt. Im Herbst 1909 besuchte der Kreuzer die USA und nach erfolgter Rückkehr konnte sich die Besatzung am 24.12.1909 in Yoko­hama bei der Bekämpfung eines Großbrandes verdient machen.

Die Zeit als Stationär in Südostasien endete am 17.01.1910 mit der Rückreise nach Deutschland, wo das Schiff am 24.03.1910 eintraf. Es folgte die Außerdienststellung und 1911 - 1913 der Umbau zum Minenkreuzer.

Im 1. Weltkrieg war das Schiff im Küstenschutz der Nordsee eingesetzt. Es war ab 1915 Führungs­schiff der Küstenschutzdivision der Nordsee und gehörte ab 1917 zur Vorpostenflottille der Ems.

Nach dem 1. Weltkrieg fand das Schiff auch in der Reichs- und Kriegsmarine noch Verwendung.

Das nicht datierte Foto zeigt die Bordkapelle des Schiffs mit ihren Blasinstrumenten. Interessant ist das Hobois­tenabzeichen auf dem Ärmel des Maates in der Mitte, das zwar häufiger auf der Paradejacke zu se­hen ist, aber nicht auf dem Hemd. Der rechts sitzende Obermatrose trägt außer dem Obermatrosen­winkel auch noch das Laufbahnabzeichen eines Signalgasten am Oberarm. Der Rettungsring ist mit einfach ge­stalteten Großbuchstaben beschriftet und die Bänder für das um-laufende Tau sind weiß gestaltet.