Kaisers Mar ine
 

SMS HEIMDALL

SMS Heimdall lief am 27.07.1892 als 4. Schiff der 8 Einheiten umfassenden Siegfried-Klasse vom Stapel. Diese Schiffe waren ursprünglich als Panzerschiffe IV. Klasse klassifiziert, 1899 erfolgte dann die Einordnung als Küstenpanzerschiffe. SMS Heimdall wurde erstmals am 07.04.1894 in Dienst gestellt und ersten Probefahrten unterzogen. Schwere Mängel an den Kesseln machten einen längeren Werftaufenthalt nötig, danach wurde die Erprobung abgeschlossen und das Schiff anschlie­ßend in der Ostsee eingesetzt. Wie auch die anderen Schiffe dieser Klasse war die Heimdall in der Folgezeit immer nur zeitweise im Dienst.  1901/1902 erfolgte ein größerer Umbau des Schiffes, bei dem dieses um 8,40 m verlängert wurde, eine neue Antriebsanlage erhielt und ein Teil der Bewaffnung ausgetauscht wurde. Im Juli 1902 wurde das Schiff wieder in Dienst gestellt, um auch in den Folgejahren immer wieder an den Herbstmanövern der Kaiserlichen Flotte teil zu nehmen. Im September 1909 wurde das Schiff dann für den Rest der Vorkriegsperiode endgültig außer Dienst gestellt.  Mit dem Beginn des 1. Weltkrieges wurde auch die Heimdall am 12.08.1914 wieder reaktiviert und dem neu gebildeten IV. Geschwader zugeteilt. Hier versah das Schiff Küstenschutz- und Vorposten­dienst auf der Jade- und Wesermündung. Mit der Auflösung des IV. Geschwaders am 31.08.1915 wechselte das Schiff zur Küstenschutzdivision der Ems. Dort fand das Schiff als Zielschiff Verwen­dung, bis es am 24.02.1916 aus dem Verband herausgelöst und am 02.03.1916 endgültig außer Dienst gestellt wurde. Das Schiff wurde desarmiert und als Wohnschiff in Emden aufgebraucht. Am 17.06.1919 wurde das Schiff aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen und 1921 abgewrackt.


Das Foto zeigt eine Gruppe von Besatzungsangehörigen an Deck des Schiffes. Die Mehrzahl der Leute gehört ausweislich der beiden Querstreifen auf dem linken Ärmel zur 2. Backbordwache, während der links des Rettungsrings liegende Mann der 2. Steuerbordwache angehört. Bei dem ste­henden 2. Mann v. l. handelt es sich um einen Signalmaat, ebenso ist der hinter dem Rettungsring sitzende Mann ein Maat - allerdings ist sein Abzeichen nur schwach zu erkennen und nicht genau zu identifizieren.  Der Rettungsring ist rot mit einfacher weißer Standartbeschriftung mit Großbuchsta­ben. Die Karte wurde am 10.08.1908 in Kiel geschrieben. 

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