Kaisers Mar ine
 


S.M.S. SCHARNHORST  

S.M.S. Scharnhorst war ein großer Kreuzer der Kaiserlichen Marine und bildete zusammen mit dem Schwesterschiff S.M.S. Gneisenau eine eigene Schiffsklasse. Der Stapellauf erfolgte am 22.03.1906 bei Blohm + Voss in Hamburg und die Indienststellung fand am 24.10.1907 statt. Am 01.05.1908 trat sie, die S.M.S. York ablösend, ihren Dienst als Flaggschiff des Befehlshabers der Aufklärungs­streitkräfte in der Hochseeflotte an. Am 01.04.1909 verließ die Scharnhorst Kiel um nach Ostasien zu fahren, wo sie als neues Flaggschiff Teil des dortigen Kreuzergeschwaders wurde. Bis zum Be­ginn des Krieges im August 1914 kreuzte die Scharnhorst in chinesischen und japanischen Ge­wässern und unternahm mehrere Fahrten in die Südsee.

Bei Kriegsbeginn befand sich das Geschwader in der Südsee und war aufgrund des Kriegseintritts Japans von seinem Heimatstützpunkt Tsingtau abgeschnitten. Admiral Graf Spee führte sein Ge­schwader daraufhin durch den Pazifik zur Küste Südamerikas. Am 01.11.1914 stieß das Kreuzerge­schwader bei Coronel auf einen britischen Kriegsschiffverband. Das anschließende Gefecht konnten die Deutschen für sich entscheiden und die britischen Panzerkreuzer Good Hope und Monmouth versenken. Am 08.12.1914 lief das Geschwader die britischen Falklandinseln an, stieß dort jedoch auf überlegene britische Seestreitkräfte. Der Versuch der Flucht gelang nur dem kleinen Kreuzer S.M.S. Dresden, während Scharnhorst, Gneisenau, Leipzig und Nürnberg und zwei Versorgungs­schiffe versenkt wurden.

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Das hier gezeigte Foto zeigt einen Teil der Besatzung im Jahr 1913 auf dem Vordeck des Schiffs vor dem Doppelturm mit 21 cm SK L/40-Kanonen. Zu sehen sind auch zwei Rettungsringe mit weißer Aufschrift in Großbuchstaben. Der linke Rettungsring ist dabei deutlich heller als der rechte und auch das Schriftbild ist abweichend. Während der rechte Ring eine einfache Standartbeschriftung aufweist, scheint die Schrift bei dem anderen Ring dreidimensional gestaltet zu sein.

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