Kaisers Mar ine
 


S.M.S. KÖNIG ALBERT  

Bei der S.M.S. König Albert handelte es sich um ein Großlinienschiff der aus 5 Einheiten bestehen­den Kaiser-Klasse. Der Stapellauf erfolgte am 27.04.1912 bei der Schichau-Werft in Danzig. Die Indienststellung folgte am 31.07.1913. Die Besatzungsstärke betrug ca. 1084 Mann Besatzung.

  Nach der Indienststellung bildete das Schiff zusammen mit S.M.S. Kaiser und S.M.S. Straßburg die sog. Detachierte Division und unternahm 1913/14 zur Erprobung der neuen Turbinenantriebe eine ausgedehnte Reise nach Südamerika und Afrika. Nach einer Reise von rd. 20.000 Seemeilen kehrte das Schiff Mitte Juni 1914 in die Heimat zurück und trat zum III. Geschwader der Hochseeflotte.  

Im Krieg war das Schiff zunächst in der Nordsee eingesetzt und an mehreren Flottenvorstößen be­teiligt, die jedoch nicht zum Feindkontakt führten. An der Skagerrakschlacht nahm die König Albert als einziges deutsches Großkampfschiff nicht teil, da sie sich zur Überholung der Maschinen in der Werft befand. Nach Wiederherstellung des Schiffes folgten weitere Einsätze in der Nordsee bei Vor­stößen im August, Oktober und Anfang November 1916.

Am 01.12.1916 trat das Schiff zum neu gebildeten IV. Geschwader. Es folgte im Oktober 1917 die Teilnahme an der Operation zur Eroberung der Baltischen Inseln (Operation Albion), bei der mit der Schiffsartillerie russische Landstellungen beschossen wurden. Dabei wurde die König Albert am 14. und 16.10.1917 zweimal erfolglos von einem U-Boot angegriffen.

Nach Abschluss dieser Operation war das Schiff nochmals bei einem Vorstoß in der Deutschen Bucht im November 1917 eingesetzt, während das Jahr 1918 ereignislos verlief bis im November die revolutionären Umtriebe auch die Besatzung der König Albert erfassten.

Nach Kriegsende in Scapa Flow interniert fand das Schiff sein Ende bei der Selbstversenkung am 21.06.1919.


Das leider nicht datierte Foto zeigt 5 Matrosen mit einem Rettungsring ihres Schiffes. Bei dem Ret­tungsring ist die Beschriftung sehr fein in Groß- und Kleinbuchstaben ausgeführt, die Haltebänder für das umlaufende Tau sind weiß hervorgehoben.