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S.M.S. SIEGFRIED

S.M.S. Siegfried lief am 10.08.1889 bei der Germaniawerft in Kiel als Typschiff einer acht Einhei­ten umfassenden Klasse vom Stapel. Die Schiffe wurden zunächst als Panzerschiffe IV. Klasse ein­geordnet, 1899 erfolgte dann die Klassifizierung als Küstenpanzerschiffe.

Die Indienststellung der Siegfried erfolgte erstmals am 29.04.1890. Es folgte die Erprobung des Schiffs und anschließend ab Juni 1891 der Einsatz im Rahmen des Manövergeschwaders sowie der Einsatz als Wachtschiff vor Wilhelmshaven. Am 18.03.1892 platzte eine Hauptdampfleitung und 5 Besatzungsmitglieder fanden den Tod. Aus der Werft zurück begleitete die Siegfried zunächst ab dem 29.06.1892 die Kaiserjacht auf der Reise nach Norwegen, um danach an den Herbst-manövern teilzunehmen. Am 23.02.1893 wurde S.M.S. Siegfried dann wieder außer Dienst gestellt.   

Die Siegfried wurde in der Kaiserlichen Werft Wilhelmshaven auf eine Ölfeuerung umgestellt. Der Reservedivision der Nordsee zugeteilt wurde das Schiff am 09.07.1895 wieder in Dienst gestellt und nahm an den Herbstmanövern teil. Bis zur erneuten Außerdienststellung am 27.09.1897 nahm das Siegfried noch an weiteren Übungen und Manövern teil; darüber hinaus wurden an Bord Lehrgän­ge für Offiziere, die auf eine besondere Verwendung vorbereitet werden mussten, abgehalten. In den Jahren 1899 – 1901 wurde Siegfried dann jeweils zu den Herbstmanövern wieder reaktiviert und danach wieder außer Dienst gestellt.

Im Sommer 1902 begann dann auf der Kaiserlichen Werft in Danzig ein größerer Umbau. Wie auch bei den anderen Schiffen dieser Klasse erfolgte eine Verlängerung durch Einbau eines entsprechen­den Rumpfstücks um 8 Meter. Darüber hinaus wurde aus Kostengründen wieder zur Kohlefeuerung zurückgekehrt und die Bewaffnung modernisiert. Trotz dieser erheblichen Investitionen blieb Sieg­fried jedoch im Reservestatus und wurde vor dem Krieg lediglich 1909 nochmals für die Zeit des Herbstmanövers aktiviert.

Nach Kriegsausbruch wurde auch das alte Küstenpanzerschiff reaktiviert und mit den anderen Schiffen seiner Klasse dem neugebildeten VI. Geschwader zugeteilt. Nach Ausbildungsfahrten in der Ostsee folgte zunächst der Einsatz im Vorpostendienst zum Schutz der Jade- und Wesermün­dung. Nach der Auflösung der VI. Geschwaders am 31.08.1915 wurde das Schiff der Hafenflottille der Jade und Weser zugeteilt, am 30.12.1915 jedoch abgezogen und im Januar 1916 außer Dienst gestellt.

Ab dem 1.1.1917 fand das Schiff dann nochmals Verwendung, nämlich zuerst als Wohnschiff der II. Matrosen-Division und ab November 1917 nach der Verlegung nach Emden bei der IV. U-Bootflot­tille. Ab 11.2.1918 diente die Siegfried dann der Vorpostenflottille der Ems und der II. Geleitflottille als Beischiff, d. h. als stationäres Wohn- und Büroschiff.

Das Foto zeigt 3 Matrosen mit einem Rettungsring sowie Signalflaggen. Das Foto ist nicht datiert, da aber bei dem Mann in der Mitte das Mützenband „UNTERSEEBOOTS-ABTEILUNG“ lesbar ist, wird man das Bild in die Zeit der Verwendung bei der IV. U-Bootflottille Ende 1917/Anfang 1918 datieren dürfen. Der Rettungsring ist mit einfachen weißen Großbuchstaben gestaltet und wur­de mit einer Tafel mit der Aufschrift „Treue Freunde finden sich“ für das Foto ergänzt.